Barcelona – food & drinks

by Foodie

Food and drinks in Barcelona

Mitte März ging es für uns endlich los in Richtung Spanien, Barcelona sollte unser Ziel sein. Da sich die Planung unseres Flugs und auch unserer Unterkunft gar nicht so einfach gestalteten, wie wir uns das vorgestellt hatten, sollte wenigstens unser Aufenthalt so entspannt wie möglich verlaufen. Da sich jedoch bereits bei unserer vorherigen Recherche herausstellte, dass Barcelona alles andere als ein günstiges Städtchen war, wir jedoch auf leckeres Essen und auch den ein oder anderen Cocktail auf keinen Fall verzichten wollten, machten wir uns auf die Suche nach tollen Geheimtipps. Einige davon empfanden wir als Flopp, wir sind jedoch auch auf viele tolle Locations gestoßen, die wir euch nur empfehlen können.

Food Spots of Instagram

Da wir selbst im Bereich Food auf Instagram unterwegs sind, ist dies unsere erste Anlaufstelle, wenn es um neue Restaurants in uns unbekannten Städten geht. Auch bei Barcelona machten wir uns auf den Accounts von Barcelona Foodguide, The Food Club Barcelona und Barcelona Food Experience auf die Suche nach besonders hippen Locations, besonderen Gerichten und landestypischen Spezialitäten. Fündig wurden wir hier definitiv und konnten uns am Ende gar nicht so richtig entscheiden, welche Restaurants und Bars es auf unsere To-Do Liste schaffen sollten.

Alsur Café

Zu Mittag haben wir in Barcelona eigentlich nie so richtig gegessen, sondern uns meist für eine Kleinigkeit auf die Hand oder ein Stück Kuchen am Nachmittag entschieden. Der Aufsteller mit dem Hinweis auf ein Mittagsmenü im Alsur Café überzeugte uns jedoch und nach einer kurzen Recherche im Internet entschieden wir uns dafür, dort am nächsten Tag unsere Mittagspause einzulegen. Ich muss zugeben, mich lockten insbesondere die Churronut Burger in dieses Restaurant, da ich zuvor noch nie in den Genuss eines solchen außergewöhnlichen Gerichts gekommen war. Die Speisekarte mussten wir gar nicht lange studieren, da wir uns bereits im Voraus für den Double Meat Churronut Burger und einen Pollo Ricotta Burger entschieden hatten. Dazu noch je eine Cola und eine Portion Pommes. Der Churronut Burger, welcher aus zwei Churronut (eine Mischung aus Churros und Donut) „Brötchen“, zwei Lagen Fleisch (Pattie und Pulled Pork), Soße, etwas Salat, Tomate und Käse besteht, war sicherlich das merkwürdigste Geschmackserlebnis, was ich seit langer Zeit hatte. Süß und deftig zugleich, wirklich mehr als sättigend und eine wirklich besondere Erfahrung. Wer auf die Kombination aus süß und salzig steht (so wie ich), dem kann ich diesen Burger wirklich empfehlen – ihr solltet euch danach jedoch eine Couch suchen, ich war mehr als voll! Preislich war der Besuch im Alsur Café in Ordnung, vor allem wenn man von einem Mittagsmenü mit Getränk und Dessert ausgeht. Man zahlt eben ein wenig für den Hype und die besonderen Gerichte, die nicht überall zu bekommen sind!

Demasie Café

Auf der Straße duftet es nach Zimt, Gebäck und leicht fruchtig. Durch Zufall standen wir beim Schlendern durch die vielen kleinen Gassen Barcelonas vor dem Demasie Café und wurden von vielen verschiedenen Zimtschnecken aus dem Schaufenster angelacht, die uns förmlich dazu aufforderten, herein zu kommen. Da wir bei solchen süßen Leckereien einfach nicht nein sagen können, entschieden wir uns, zwei Zimtschnecken mit in unser Hotel zu nehmen. Eine typische ausschließlich mit Zimt und eine besondere im Blueberry Cheesecake Style durften uns mit auf unsere Hotel Dachterrasse begleiten und verschwanden schnell in unseren Bäuchen. Perfekte Kleinigkeit für zwischendurch, auf die Hand oder zum Mitnehmen, vor Ort würden wir aufgrund der Cafégröße eher nicht verweilen.

Surf House

Zum Essen gehen Schlange stehen? Das kannten selbst wir bisher nicht… An unserem Ankunftstag in Barcelona schlenderten wir am Strand entlang und bekamen irgendwann schrecklichen Hunger. Eigentlich wollten wir während unseres Barcelonabesuchs typische Touristenspots meiden, hielten unser Hungergefühl aber einfach nicht mehr aus. Viele kleine Tische in der Nähe des Strands, mitten auf einer Art Marktplatz waren bei unserem Eintreffen im „Surf House“ noch komplett unbesetzt. Wir wollten schon einfach auf einen dieser Tische zusteuern, bis uns die Schlange am Eingang des Restaurants auffiel. Nach Kurzem nachfragen bei unserem besten Freund „Google“ wussten wir, dass das Surf House in ein paar Minuten erst öffnet und rein aus Interesse stellten auch wir uns in die Schlange.

Kurz nach der Öffnung wurden wir an unseren Tisch begleitet und uns eine Karte ausgehändigt – ganz schön happige Preise… Wir blieben allerdings trotzdem, das Anstehen musste sich ja wenigstens gelohnt haben und bestellten einen Kaffee, einen Oreo Milchshake und eine Portion Pancakes mit Früchten und Sahne zum Teilen. Der Kaffee und auch der Milchshake waren im Preis-Leistungsverhältnis in Ordnung, die Pancakes enttäuschten uns leider sehr. Drei kleine Pancakes mit etwas Sahne und wirklich wenigen Früchten für einen unserer Meinung nach übertrieben hohen Preis. Satt wurden wir damit definitiv nicht und gegen eine weitere Bestellung entschieden wir uns ebenfalls. Für uns ein Hype, den wir leider nicht nachvollziehen können – wir würden hier nicht mehr her kommen, denn außer der tolle Blick auf das Meer hat dieses Restaurant unserer Meinung nach nicht allzu viel zu bieten.

Empfehlung von Herzen – Pura Vida Cocktails

Signature Cocktails, Gin Tonics, der typische Sangria und dazu lateinamerikanische Tapas in einer süßen, wirklich nicht großen Location. Ohne einen Tipp auf Instagram wären wir hier sicherlich nicht gelandet, denn zum einen liegt das Restaurant an einer etwas unscheinbaren Stelle und zum anderen sieht es von außen gar nicht einmal so einladend aus.

Eine unserer lieben Followerinnen schrieb uns jedoch, dass wir das Pura Vida unbedingt einmal besuchen und uns dort kulinarisch verwöhnen lassen müssen. Erst etwas skeptisch, entschieden wir uns an einem unserer Abende in Barcelona doch dafür, dem Restaurant eine Chance zu geben – allein schon wegen der Restaurantleitung, die in deutscher Hand liegt. Begrüßt wurden wir von Sandra, die, wie es sich nach einem kurzen Gespräch herausstellte, die Frau des Restaurantbesitzers ist und aus Deutschland, sogar ganz aus unserer Nähe kommt.

Wir bestellten Sangria und einen Mojito, mit denen wir den Abend gebührend einleiten konnten und stöberten einen Moment durch die relativ kleine Karte. Entschieden haben wir uns letztendlich für eine normale Portion Nachos mit Pulled Pork und eine Arepa mit Hähnchen. Die Wartezeit auf unser Essen verging wie im Flug, da wir uns immer wieder mit der lieben Sandra über unseren Urlaub, Deutschland und viele andere Dinge unterhielten. Unsere beiden bestellten Gerichte waren wirklich super lecker, das Fleisch richtig zart und saftig und vor allem stellte sich die normale Portion Nachos als mehr als ausreichend für zwei Personen heraus.

Für zwei Cocktails (je 5€, da diese die Cocktails des Tages waren), die Nachos (normale Portion 10,95€ plus 3€ für das Pulled Pork) und die Arepa (6,50€) zahlten wir mit Trinkgeld um die 35€, was unserer Meinung nach vollkommen berechtigt war. Beim Verlassen des Restaurants waren wir pappsatt und sogar ein wenig angeschwipst – an Alkohol wurde in den Cocktails also scheinbar nicht gespart 😉

Die beste Bar für Tapas und Cocktails

Wir hatten uns im Voraus natürlich nicht nur über Instagram, sondern auch über TripAdvisor und ein paar andere Blogs über gute und günstige Restaurants in Barcelona informiert. Dabei sind wir immer wieder über eine Location gestoßen, die auch wir nun mit vollstem Herzen weiterempfehlen möchten.

Bar Restaurante La Luna

Von Außen wäre dies sicherlich kein Restaurant, welches wir ansteuern würden, wenn wir einfach so daran vorbei gelaufen wären. Wobei, hier läuft man nicht einfach mal eben vorbei, wer in dieser Seitengasse unterwegs ist, der hat in den meisten Fällen das „La Luna“ als Ziel. Lasst euch also auf keinen Fall davon abschrecken, dass diese Bar eher versteckt in einer Seitenstraße liegt, tagsüber mit Rollläden verrammelt ist und von außen wirklich sehr unscheinbar ist. Am Abend findet ihr hier jedoch eine super Bar, um einen oder auch mehrere wirklich gute und total bezahlbare Cocktails zu trinken und dazu leckere Tapas zu essen. Die Cocktails und auch der Sangria sind wirklich nicht ohne, an Alkohol wird hier sicherlich nicht gespart und auch die Tapas sind für ihren Preis und im Vergleich zu anderen Tapasbars in Barcelona sehr groß und super lecker! Eigentlich war unser Plan, nur an einem Abend im „La Luna“ einen Cocktail, aus dem ganz schnell zwei wurden und wir uns daraufhin direkt dazu entschieden, einen Tisch für den nächsten Abend zu reservieren. Reservieren ist hier auch dringend nötig, denn trotz der Lage in einer Seitenstraße ist hier Abends wirklich die Hölle los.

Einen Tisch zu bekommen, auch wenn man nur zu zweit ist, ist ohne Reservierung fast unmöglich, lediglich einen Platz an der Bar bekommt ihr mit Glück auch ohne Reservierung. Bei unserem nächsten Besuch in Barcelona darf das „La Luna“ auf gar keinen Fall fehlen. Wir empfehlen euch unbedingt, dort einen Sangria zu trinken und euch durch die leckeren Tapas zu probieren – die überbackenen Nachos und auch die Quesadillas waren der Hammer!

Churros müssen einfach sein

Churros kennt man ja mittlerweile auch hier in Deutschland. Die mit Zucker überzogenen, frittierten Teigstangen schmecken in Barcelona jedoch noch viel besser als hier bei uns und wurden bei uns schnell zu einem täglichen Nachtisch. Wir haben am ersten Abend die Churros in einem kleinen Geschäft in der Nähe unseres Restaurants probiert, in die die kleinen Sünden verkauft wurden und sind dort dann auch immer wieder hin gekommen – die „Xurreria“, die es in Barcelona nicht nur einmal gibt. Ganz hingegen der „typisch“ deutschen Churros gab es dort für uns immer eine Portion normale Churros mit Zuckerüberzug (jedoch ohne Schokosoße) und zwei dicke Churrostangen, die mit Schokoladen- und Vanillecreme gefüllt waren. Ihr solltet diese gefüllten Churros bei eurem Barcelonabesuch unbedingt probieren!

Unser Food Flop des Urlaubs – Cerveseria Catalana

Auf vielen Portalen wie TripAdvisor hoch gelobt und in Barcelona wohl ebenfalls sehr bekannt, haben wir uns auf den Weg zur Cerveseria Catalana gemacht. Dort angekommen erwartete uns direkt eine super lange Warteschlange, wir mussten uns in eine Liste eintragen und dann vor dem Restaurant warten, bis wir endlich aufgerufen wurden. Plätze im Außenbereich wurden nur an „bekannte“ Gäste vergeben, als Tourist hatte man überhaupt keine Chance, dort Platz zu nehmen.

Nachdem wir nach einer halben Stunde noch immer keinen Platz zugeteilt bekommen hatten, es draußen vor der Tür keinerlei Möglichkeiten gab sich zu setzen und wir uns ewig lange die Beine in den Bauch gestanden hatten, fragten wir bei einer der (wirklich nicht freundlichen) Bedienungen nach, wann wir mit einem Platz rechnen konnten. Auf die ebenfalls nicht sehr freundliche Antwort überlegten wir uns bereits, das Restaurant zu verlassen, entschieden uns jedoch aufgrund der bereits so lange gewarteten Zeit dafür, nun doch zu bleiben. Nach insgesamt 45 Minuten Wartezeit wurden wir endlich zu unserem Tisch gebracht, der in mitten mehrerer Tische stand und von dem aus man seinem Nachbarn ganz einfach etwas von seinem Teller hätte klauen können. Hier herrschte alles andere als eine angenehme Atmosphäre, alle Gäste saßen eng beieinander und man merkte schnell, dass es sich hier um die Touristenlocation Nummer eins handeln musste. Nachdem wir die Karte bekamen, entschieden wir uns schnell für einige Tapas (die preislich definitiv im oberen Bereich liegen), die dann auch nur wenige Minuten später an unseren Tisch gebracht wurden. Von Qualität keine Spur – unsere Mini Burger waren so gut wie roh, obwohl wir sie medium bestellt hatten, die Salate machten geschmacklich überhaupt nichts her, die Baguettes waren in Ordnung, jedoch viel zu klein und viel zu teuer.. um nur einige Beispiele aufzuzählen.

Wir fühlten uns hier überhaupt nicht wohl und haben uns deshalb auch gegen einen der angebotenen Nachtische entschieden. Die Rechnung konnte sich dann wirklich sehen lassen und satt waren wir für diese wirklich saftigen Preise am Ende auch nicht – kurzzeitig spielten wir sogar mit der Überlegung, noch einmal beim großen M vorbeizuschauen.

Bitte überlegt euch gut, ob ihr hier wirklich Essen gehen möchtet und falls ja, dann erwartet nicht zu viel! Wir würden dieses Restaurant auf keinen Fall weiterempfehlen!

Schau doch mal hier vorbei

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